Färberwaid (Saatgut)

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Färberwaid (Saatgut)

Färberwaid (Saatgut)

ArtNr.: IS01s
Färberwaid wurde schon von den Germanen und Kelten als Färbepflanze genutzt. Ursprünglich kam die Pflanze aus den Steppengebieten des Kaukasus, hat sich aber bereits in vorchristlicher Zeit auch in Europa angesiedelt. Aus Färberwaid entsteht Blau...
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Isatis trinctoria

Färberwaid wurde schon von den Germanen und Kelten als Färbepflanze genutzt. Ursprünglich kam die Pflanze aus den Steppengebieten des Kaukasus, hat sich aber bereits in vorchristlicher Zeit auch in Europa angesiedelt. Aus Färberwaid entsteht Blau, welches in der Textilfärbung eine lange Tradition hat.

Färberwaid ist eine zweijährige Pflanze. Im zweiten Jahr werden die Blätter im Juni geerntet und getrocknet. Dann werden sie mit Wasser zu einem Brei gemahlen. Das Mahlprodukt muss nun etwa 2 Wochen gären. Dazu schichtet man es in Haufen, die feucht und warm gehalten werden, ähnlich wie beim Komposthaufen. Dies kann in einer geschlossenen Plastikwanne geschehen, die in der Sonne steht. Danach wird die Masse in Kugeln geformt und getrocknet. Diese Kugeln sind bis zu zwei Jahre haltbar und man kann sie zu einem beliebigen Zeitpunkt verwenden.

Während des Färbevorgangs werden die Kugeln mit Urin übergossen und zu einem Brei aufgelöst. In Wannen, die man nur für diesen Zweck nehmen sollte, werden nun die Textilien gefärbt. Sie kommen aus dem Färbebad und sind zuerst gelb-grün. Sie werden an der Luft getrocknet und durch die Luftoxydation entsteht das typische Blau. Daher kommt auch der Spruch 'Blau machen', denn während die Textilien an der Leine hängen ist nicht anderes zu tun, als sich ins Gras zu legen und zuzusehen, wie die Wäsche Blau wird.

Die Kelten haben den Färbewaid zur Körperbemalung verwendet. Zogen sie in den Krieg, färbten sie sich vor allem ihre Gesichter blau, um bedrohlich zu wirken und den Feind einzuschüchtern. Da sie keine Fixiermittel in ihrer Farbe verwendeten, verging die Farbe nach einiger Zeit.

Im Garten steht Färberwaid gerne in voller Sonne auf sandigem, durchlässigem Boden. Die Pflanzen werden etwa 1,50 m hoch und blühen im zweiten Jahr mit gelben Kreuzblüten. Der Standort sollte lieber zu trocken als zu feucht sein.

Aussaat:
Färberwaid im April direkt ins Beet säen. Die Samen keimen bei nach 3-4 Wochen, sobald konstante Temperaturen herrschen.

Eine Portion enthält etwa 50 Samen.
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