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Aussaat und Pflege von Tomaten
Tomaten sind wärmeliebende Pflanzen. Teilweise ist der Samen frostrestistent und es keimen an den Stellen, an denen im Vorjahr Tomaten gestanden haben, oft neue Sämlinge. Da sich Tomaten gerne einkreuzen, ist nicht sicher, welche Sorte hier nun zum Leben erwacht. Dies kann allerdings auch spannend sein.Aussaat von Tomaten
Da die Keimrate sehr hoch ist, sollte man nur so viele Samen aussähen, wie man später Tomatenpflanzen haben möchte. Nicht benötigte Tomatensamen sind etwa 5 Jahre keimfähig. Zur Aufbewahrung sollte man sie bei maximal 15°C in einem lichtundurchlässigen Gefäß trocken lagern. Die Tomatensamen werden im Februar und März in kleine Saatgutschälchen ausgesät. Das Substrat sollte schwach gedüngt sein. Man kann handelsübliches Aussaatsubstrat nehmen.
Die Samen werden dünn mit Erde bedeckt und die Schale mit Plastikfolie oder ähnliches abgedeckt. Siehe auch allgemeine Aussaatregeln. Die Keimung erfolgt bei einer Temperatur zwischen 20 und 24 °C nach etwa 3 Wochen.
Jungpflanzen
Ist das zweite Blattpaar gut ausgebildet, können die jungen Tomatenpflanzen in nährstoffreiches Substrat in Töpfe pikiert werden.. Die Sämlinge werden bis kurz unter dem zweiten Blattpaar in Erde gesetzt. So wird die Wurzelbildung gefördert.Die Jungpflanzen an einem hellen warmen Ort bei mind. 20 °C stellen. Nach etwa 3-4 Wochen sind die Töpfe durchwurzelt und können ausgepflanzt werden.
Tomaten pflanzen
Der Boden sollte gut gedüngt, locker und gejätet sein. Eine Kalkung und das Einbringen von Kompost ist von Vorteil. Je nach Witterung können Tomaten Ende April-Ende Mai gepflanzt werden. Will man ganz sicher gehen, wartet man bis nach den Eisheiligen mit dem Auspflanzen. Fallen die Temperaturen unter 10°C, sind bereits mit Schädigungen oder Ausfällen zu rechnen.Beim Pflanzen die Tomaten etwa 8-10 cm tief einpflanzen. Das erhöht die Wurzelbildung und Standfestigkeit. Man sollte gleich eine Kletterhilfe anbringen. Der Pflanzabstand beträgt 80 x 80 cm.
Triebe ausbrechen - Tomaten ausgeizen
Tomaten wachsen je nach Standort und Sorte etwa 2 m hoch. Damit die Früchte ausreifen können, sollten diese möglichst weit oben an der Pflanze sein, damit sie die Sonnenstrahlung voll ausnutzen können. Man bricht also die Seitentriebe sobald sie zu sehen sind aus den Achseln aus.Hat die Pflanze eine Höhe von 80cm erreicht, kann man 3-5 blühende und fruchttragende Triebe stehen lassen. Diese sollten sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen, damit die Früchte gut ausreifen können.
Unverträgliche Tomatenarten untereinander
Man unterscheidet Buschtomaten und Stabtomaten. Sie sollen nicht nebeneinder stehen, da die Buschtomaten Braunfäule übertragen. Auch sollte man die Nähe von Kartoffen meiden und Tomaten nicht im Folgejahr auf Flächen anbauen, an denen Kartoffeln gestanden haben.Die Buschtomaten wachsen buschig, breit und bilden früher Früchte, als Stabtomaten. Sie sind gut geeignet für den Freilandanbau und Kultivierung im Topf. Auch sie benötigen meistens eine Kletterhilfe oder Stütze.
Stabtomaten brauchen eine längere Reifezeit und wachsen quasi immer weiter, bis zum Frost. Sie sind gut geeignet für den Anbau im Gewächshaus. Sie brauchen von Anfang an eine Kletterhilfe.
Tomaten im Freiland
Tomaten sind wärmeliebende Pflanzen und es empfiehlt sich daher ein geschützter sonniger Standort, vorzugsweise an einer Südwestmauer. Tomaten sind empfindlich gegenüber Feuchitgkeit von oben. Um sie vor Regen zu schützten, sollte man ihnen ein Dach aus Stegdoppelfolie oder ähnlichem gönnen.Tomaten im Gewächshaus
In einem Gewächshaus sind die Temperaturschwankungen erheblich höher, als im Freiland. Dies kann zu allerlei Schäden, gerade in der Jungpflanzenphase führen. Hier ist eine ausreichende Lüftung nötig.Optimale Bedingungen in den verschiedenen Wachstumsphasen
Die nachfolgenden Angaben sind Richtwerte, die man im Hobbygartenbau kaum erfüllen kann. Sie helfen aber die jeweiligen Bedürfnisse besser zu verstehen. Aus eigenen Erfahrungen kann man auch bei ungünstigeren Bedingungen erfolgreich Tomaten ernten.Luftfeuchte
Die ideale Luftfeuchte bei der Tomatenkultivierung liegt bei 70-85%. Ist diese höher, ist die Wasseraufnahme geringer. Dies führt gleichzeitig zu weniger Nährstoffaufnahme und die Pflanze produziert kleine Früchte und riesige Blätter. Auch kann es zum Platzen der Früchte kommen, weil sie überschüssiges Wasser nicht durch die Blätter verdunsten lassen kann. Es kommt zum Überdruck. Das Wasser wird durch die Spaltöffnungen an den Blatträndern gequetscht und bildet dort Tröpfchen. Bei hoher Sonneneinstrahlung, kann es zu Verbrennungen kommen. Die Folge sind gewellte Blätter mit braunen Rändern und gelben Flecken.Liegt die Luftfeuchte weit unter den angegebenen 70-85%, schützt sich die Pflanze vor Dehydrierung durch Einrollen der Blätter. Das Wachstum wird verlangsamt.
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